Anti-Freezing-Stock
Die beim Parkinson-Syndrom vorkommenden Bewegungsblockaden (Freezing-Phänomen) erfordern oft eine spezielle Durchbrechungsstrategie. Plötzlich auftretende Bewegungsblockaden, die dem Parkinson-Patienten das Gefühl des Eingefrorenseins geben, werden als Freezingphänomen bezeichnet. Diese anfallartigen Blockaden treten bei Beginn zu zielgerichteten Bewegungen, besonders beim Starten zum Gehen, Richtungswechsel, vermeintlichen Engpässen oder Stress auf. Das Freezing manifestiert sich meist an den unteren Extremitäten und die Gefahr von Stürzen ist groß.
Äußere Reize, wie zum Beispiel der Fuß einer Begleitperson, der Schlag auf den Oberschenkel oder die Querleiste an einem Stock welche überschritten wird, können das Freezing durchbrechen und den Gang wieder ermöglichen. Diese Durchbrechungsstrategien können je nach Patient sehr unterschiedlich sein.
Der Anti-Freezing-Stock nach Prof. Dr. Jörg hat sich bei vielen Patienten als probates Hilfsmittel bewährt. Er wurde in Zusammenarbeit mit dem Wuppertaler Sanitätshaus Beuthel entwickelt und an der Neurologischen Klinik des Helios Klinikum Wuppertal erprobt.
Der Patient klappt durch einen Mechanismus am Griff des Stockes per Hand eine Querleiste aus, über die er bei einer Blockierung hinwegsteigen kann. Bei Loslassen des Mechanismus schwingt die Leiste in ihre Ausgangslage zurück. Das Gehen ist wieder möglich und die Sturzgefahr beseitigt.
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