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Gesundheitswissen kompakt

Blickpunkt Pflege –Tipps und Unterstützung für Sie

Geschrieben von Lars Neumann am 29. September 2017

So hilft Ihnen die Daumenorthese bei Rhizarthrose

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Der Daumen ist der stärkste und der beweglichste unserer fünf Finger. Ohne ihn wären viele Handgriffe im Alltag extrem schwierig zu bewältigen. Das merken wir spätestens dann, wenn unser Daumen in seiner Funktionalität beeinträchtigt ist. Um ihn zu schonen, zu stabilisieren und zu schützen werden Daumenorthesen verwendet. Wir erklären Ihnen, wie sie helfen und wann sie zum Einsatz kommen.

Ursachen für einen schmerzenden Daumen: Rhizarthrose, Rheuma, Frakturen

Einen Stift halten, den Gürtel schließen oder einfach nur die Gabel zum Mund führen – all das wird bei Beschwerden im Daumen bzw. in seinen Gelenken (Daumensattelgelenk und Daumengrundgelenk)  zu einer echten Herausforderung. Vor allem eine Arthrose im Daumensattelgelenk ist der Grund, warum Schmerzen im Daumen auftreten.

daumenbandage daumengelenk.jpg

Auslöser für viele Daumenprobleme sind oft Verletzungen, chronische Überbelastung oder Gelenkerkrankungen wie:

  • Rhizarthrose (Arthrose des Daumensattelgelenks)
  • Verstauchungen und FrakturenSeitenbandrisse oder –zerrungen („Skidaumen“)
  • Kapselprellungen- und -risse
  • Arthritis
  • Chronische Polyarthritis (rheumatische Erkrankungen)
  • Sehnenscheidenentzündungen

Welche Therapie bei welchen Beschwerden sinnvoll ist, sollte mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden. In vielen Fällen wird aber, ergänzend oder als eigenständige Therapie, das Tragen einer Orthese empfohlen bzw. verordnet.

Wie hilft eine Daumenorthese bei Beschwerden?

Als orthopädisches Hilfsmittel soll eine Orthese oder Bandage den Daumen bzw. seine Gelenke in erster Linie schützen, stabilisieren, Fehlbelastungen vermeiden und die auftretenden Beschwerden lindern. Bandagen für das Daumengelenk werden verwendet, wenn der Daumen noch einen gewissen Grad an Bewegungsfreiheit haben darf bzw. aus therapeutischen Gründen sogar haben soll.

Durch das elastische Kompressionsgestrick der Daumenbandage, oftmals unterstützt von eingearbeiteten Pelotten (ein Polster), entsteht ein Wechseldruck, der das Weichteilgewebe massiert. Eine solche Massage wirkt schmerzlindernd, regt den Stoffwechsel an und führt dadurch zu einem Abklingen von Schwellungen. Gleichzeitig wird weiteren Entzündungen und Verletzungen vorgebeugt.

Bewegungsfreiheit der Fingergelenke trotz Daumenbandage

Die meisten Daumenbandagen oder Daumenschienen schränken die Funktion von Fingern und Handgelenk nur minimal ein, da sie hauptsächlich das Daumengrundgelenk und einen Teil des oberen Handgelenks umschließen. So ist die Hand bzw. das Gelenk auch beim Tragen der Bandage noch beweglich und man kann weiterhin mit den Fingern greifen. Auch der Tragekomfort an sich ist durch die anatomisch passend geformten, elastischen und atmungsaktiven Materialien angenehm.

In vielen Modellen sind zusätzlich Stabilisierungselemente in Form einer Metall- bzw. Kunststoffschienen eingearbeitet. Sie geben zusätzliche Stabilität und schützen die knöchernen Strukturen. Vor dem Kauf einer Daumenbandage sollte abgeklärt werden, welcher Stabilisierungsgrad für den betroffenen Daumen der richtige ist: Muss er nur leicht gestützt werden oder benötigt er eine komplette Ruhigstellung? Bei letzterem sollte die Verwendung einer Daumenorthese in Betracht gezogen werden.

Das richtige Anlegen einer Daumenbandage

Um die Daumenbandage anzulegen, wird die vorgefertigte Bandage einfach über den Daumen geschoben und mit einem Klettverschluss am Handgelenk fixiert. Üben Sie das Anlegen am besten direkt beim Kauf zusammen mit einem Experten im Sanitätshaus.

Eine flexible Daumenbandage kann in der Regel ohne Probleme im Alltag, beim Sport und in der Freizeit getragen werden.

Wann wird eine Daumenorthese benötigt?

Während eine Bandage dem Daumen ganz bewusst noch einen gewissen Bewegungsspielraum lässt, soll die Orthese diesen bzw. das Handgelenk ruhig stellen und entlasten. Sie gibt dem Daumen eine sehr hohe Stabilität und übernimmt teilweise eine korrigierende Funktion. Verwendet wird die Daumenorthese unter anderem bei

  • entzündeten oder gereizten Daumengelenken,
  • einem Seitenbandriss,
  • nach einer Operation oder
  • bei Erkrankungen wie Rhizarthrose (hierfür gibt es außerdem spezielle Orthesen).

Die Daumenorthesen sind meistens aus festen Materialien, wie z.B. Kunststoff, gefertigt und werden in der Regel vom Orthopädietechniker im Sanitätshaus angepasst.

„Dynamische“ Orthesen für Rhizarthrose

Als Rhizarthrose wird eine Arthrose im Daumensattelgelenk bezeichnet. Sie zählt zu den häufigsten Verschleißerscheinungen der Hand und betrifft zehnmal mehr Frauen als Männer.

Um das betroffene Daumengelenk ruhig zu stellen, zu entlasten und um die Schmerzen zu lindern, gibt es speziell für Rhizarthrose entwickelte, „dynamische“ Orthesen. Durch kleine Polster an der Orthese werden die Knochen des Daumensattelgelenks auseinander gezogen und dadurch das schmerzhafte Aufeinanderreiben der Gelenkflächen verhindert. Gleichzeitig kann sich durch den vergrößerten Spalt das Gewebe im angegriffenen Daumensattelgelenk erneuern und als zusätzlicher Puffer zwischen den Knochen dienen.

Bei weiteren Fragen zu einer „dynamischen Orthese“ für Rhizarthrose beraten Sie auch gerne unsere Experten.

Darauf sollten Sie beim Kauf einer Daumenbandage oder Daumenorthese achten

Daumenorthesen und -bandagen gibt es in verschiedenen Größen, die sich meistens nach dem Umfang des Handgelenks richten. Um die geeignete Passform zu finden, sollte das Hilftsmittel am besten direkt vor Ort im Sanitätshaus anprobiert werden. Eine zu große Bandage verliert ihre stützende und therapeutische Wirkung und eine zu enge Bandage ist unangenehm zu tragen und kann die Blutzufuhr abschnüren.

Außerdem müssen Sie darauf achten, wie hoch der Stabilisierungsgrad ist, denn auch hier unterscheiden sich einige Modelle – von extrem dünnen Bandagen mit wenig Stützkraft bis hin zu Ausführungen von Rhizorthesen mit Schienen aus Metall oder Hartplastik für eine besonders starke Stabilisierung des Daumens ist alles dabei. Klären Sie am besten im Vorfeld mit Ihrem Arzt ab, welcher Stabilisierungsgrad für Ihre Bedürfnisse der richtige ist.

Schließlich gibt es Orthesen, die speziell für die linke und für die rechte Hand ausgelegt sind und Modelle, die an beiden Seiten getragen werden können.

Bei Problemen und Schmerzen im Daumen, Daumensattelgelenk oder Daumengrundgelenk – ausgelöst möglicherweise durch eine Rhizarthrose – sollten Sie vor Verwendung einer Bandage oder Orthese einen Arzt konsultieren. Dieser wird Ihnen bei Bedarf die für Sie angemessene Daumenorthese verordnen. Die Kosten hierfür werden bei Vorlage eines Rezepts in den meisten Fällen von den Krankenkassen übernommen (bis auf eine Rezeptgebühr bis max. 10 Euro).

Hygiene und Pflege der Bandage und Orthese für den Daumen

Sowohl eine Bandage als auch eine Orthese für den Daumen muss in den meisten Fällen über einen längeren Zeitraum getragen werden. Dementsprechend setzten sich Verunreinigungen, Schweiß und kleine Hautschuppen in dem Material fest. Aus hygienischen Gründen sollte die Orthese regelmäßig gewaschen werden. Ob Sie Ihr Hilfsmittel in der Waschmaschine waschen können oder nur per Handwäsche mit warmem Wasser und Seife, entnehmen Sie bitte den Herstellerangaben.

Fazit zur Daumenorthese

Unsere Daumengelenke, insbesondere das Daumensattelgelenk, sind mit die kleinsten, aber auch die am meisten beanspruchten Gelenke unseres Körpers. Dementsprechend oft treten dort Beschwerden in Form von Verletzungen, Überlastungen oder Gelenkerkrankungen auf. Häufig ist dabei die Rhizarthrose.

Daumenorthesen schützen und stabilisieren die betroffenen Regionen. Und sie lindern und therapieren die Beschwerden: So regt zum Beispiel der massierende Kompressionsdruck des Gewebes die Durchblutung an und lässt dadurch Schmerzen und Schwellungen abklingen.

In den meisten Fällen wird eine Daumenorthese vom Arzt verordnet und ist im Sanitätshaus erhältlich. Lassen Sie sich vor dem Kauf in Bezug auf die Größe, den Stabilisierungsgrad von einem Experten beraten. Bei Vorlage eines Rezepts werden die Kosten in der Regel (bis auf die Rezeptgebühr) von den Krankenkassen übernommen.

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