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Gesundheitswissen kompakt

Blickpunkt Pflege –Tipps und Unterstützung für Sie

Geschrieben von Sylvia Neumann am 15. März 2016

Wie Kompressionsstrümpfe Ihnen gegen Thrombose helfen

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Wenn das Bein schmerzt, anschwillt oder sich heiß anfühlt, sind das Anzeichen für Probleme mit den Venen. Vor allem die Waden sind betroffen, aber das Ziehen und Stechen kann sich bis in die Leiste ausdehnen. Ignorieren Sie die Schmerzen nicht, sondern gehen Sie ihn aktiv an. Kompressionsstrümpfe sind ein ideales Hilfsmittel, um die Durchblutung in den Beinen zu unterstützen.

Wir erklären Ihnen an dieser Stelle, was Sie bei Kompressionsstrümpfen beachten müssen, wie Sie die richtigen finden und worin der Unterschied zu Stütz- sowie Anti-Thrombosestrümpfen besteht.

Welche Strumpfarten sind erhältlich?

Die Begriffe, die man zu den einzelnen Strumpfarten findet, können verwirrend sein. Deshalb klären wir Sie im Folgenden darüber auf. Unterschieden wird zwischen

a) Kompressionsstrümpfen

Umgangssprachlich werden sie auch als Thrombosestrümpfe bezeichnet, jedoch erklärt der Begriff Kompression bereits, wobei Ihnen diese Strümpfe helfen können. Sie erzeugen Druck auf die Venen in Ihren Beinen und unterstützen damit die Venenklappenfunktion, so dass die Durchblutung regelmäßiger wird. Damit können Sie auch effektiv die Gefahr einen Thrombose mindern. Das Wichtigste: Kompressionsstrümpfe müssen exakt sitzen! Es gibt zudem flach- und rundgestrickte Kompressionsstrümpfe. Flachgestrickte Modell werden bei Lymph- und Lipödem-Erkrankungen eingesetzt.

b) Stützstrümpfen

Diese sind ein vorbeugendes Mittel gegen schwere, müde Beine. Sie können Sie im Fachhandel – angelehnt an Schuh- oder Konfektionsgrößen – erwerben. Empfohlen werden sie bei langen Reisen, zum Beispiel im Flugzeug oder im Auto, wenn Bewegungsmangel herrscht genauso wie bei langem Stehen oder Sitzen. Haben Sie jedoch schon eine Venenerkrankung, reichen Stützstrümpfe allein nicht mehr aus, da sie dünner und nur rundgestrickt sind und damit nicht den notwendigen Druck erzeugen. Sie fallen unter Prophylaxe, deshalb zahlt die Krankenkasse nichts dazu. Trotzdem sind sie eine Überlegung wert, wenn Sie lange unterwegs sind und einer Reisethrombose vorbeugen wollen.

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c) Anti-Thrombosestrümpfen

Verwendung findet diese Strumpfart im Krankenhaus nach einer Operation. Sie werden auch als Thromboseprophylaxestrümpfe geführt und nur in Weiß mit offenen Zehen hergestellt. Geeignet sind Anti-Thrombosestrümpfe für liegende und sitzende Patienten, die sich eben gerade nicht bewegen können. Sie sollten alle zwei Tage ausgetauscht werden. Sobald man sich wieder selbst bewegen kann, wird ein anderes Material benötigt (Kompressionsstrumpf).

Was ist eigentlich eine Thrombose?

Es ist die Bezeichnung für eine Venenerkrankung. Durch Auslöser wie zu wenig Bewegung, zu wenig Trinken, allgemeine Durchblutungsstörungen, Rauchen, Hormonveränderungen oder auch eine Schwangerschaft kann sich ein Blutgerinnsel bilden. Die Blutplättchen verkleben und der entstehende Thrombus verengt oder verstopft die Venen.

Betroffen sind meist Venen, die nicht direkt unter der Haut liegen, sondern tiefer im Bein. Löst sich das Gerinnsel dann ab und wandert mit dem Blut in die Lunge, droht unter Umständen eine Lungenembolie. Auch andere Auswirkungen wie Krampfadern, Entzündungen der Haut oder das post-thrombotische Syndrom sind möglich.

Treten also urplötzlich Schmerzen auf, die häufig wie ein Muskelkater beschrieben werden, ist Handeln nötig. Auch Druckschmerz in der Wade oder an der Innenseite der Fußsohle kann ein Symptom sein.

Kompressionsstrümpfe unterstützen bei Venenerkrankungen

Was meist akute Linderung verspricht, ist das Hochlegen der Beine. Die eigentliche Therapie erfolgt mit blutverdünnenden Medikamenten, Empfehlungen für Änderung der Lebensweise (mehr Bewegung, nicht rauchen usw.) und dem regelmäßigen Tragen von Kompressionsstrümpfen. Besteht eine medizinische Indikation dafür, verschreibt Ihnen der Arzt die Strümpfe zweimal im Jahr.

Die wichtigsten Fakten zu Kompressionsstrümpfen von A bis Z

Anziehhilfe: Unbedingt benutzen!

Einfach ist das Anlegen der Kompressionsstrümpfe nicht, Kraft braucht man schon dazu. Aber es gibt Tricks, wie es problemlos klappt, die Ihnen Ihr Sanitätshaus gern verrät. Wichtig ist das Anziehen der Strümpfe mit speziellen Gummihandschuhen, um das Material nicht zu beschädigen. Verwenden Sie unbedingt eine Anziehhilfe. Außerdem bitte nicht ziehen, sondern lieber über Fuß und Beine abrollen, und den Schmuck dafür ablegen. Lesen Sie in unserem Beitrag Anziehhilfe für Kompressionsstrümpfe wie Sie in Zukunft ohne viel Kraftaufwand ganz einfach und unkompliziert Ihre Kompressionsstrümpfe anziehen können.

Bewegung: Sport mit Strümpfen

Sie ist das A und O beim Thema Venenerkrankung. Sie beugen zum einen neuen Gerinnseln vor und aktivieren gezielt die Wirkung Ihres Strumpfes. Als Sport eignen sich Wandern, Tanzen, Radfahren und auch spezielle Venengymnastik. Kalte Fußduschen wirken ebenfalls förderlich. Spezielle Kompressionsstrümpfe für Sportler unterstützen Sie in Ihrer Aktivität.

Einschneiden: Druckstellen vermeiden

Falls Sie das enge Gefühl um den Oberschenkel auch nicht mögen, stehen Ihnen alternativ auch Kompressionsstrumpfhosen zur Verfügung. Für mehr Fußfreiheit gibt es auch zehenfreie Modelle.

Funktionsweise: Wann trage ich die Strümpfe?

Die besondere Art und Verarbeitung des Gewebes unterstützt mittels Kompression von außen die Venen, die auf ihren regulären Durchmesser gepresst werden. Noch funktionstüchtige Venenklappen können so besser ihre Arbeit verrichten und als Rückstauventil fungieren. Das erleichtert und beschleunigt den Blutfluss. Das Blut staut sich nicht mehr in den Beinen. Je öfter Sie Ihre Kompressionsstrümpfe tragen, umso effizienter können sie wirken. Jedoch sollten Sie die Druck erzeugenden Strümpfe nachts nicht tragen!

Gesetzliche Krankenkasse: Zuzahlung möglich

Besteht eine medizinische Notwendigkeit, kann Ihnen der Arzt zwei Paar Kompressionsstrümpfe pro Jahr verschreiben, die von der Krankenkasse übernommen werden. Bei Größenveränderungen und besonderem Verschleiß werden die Kosten für weitere Strümpfe von der Krankenkasse übernommen. Notwendig ist auch hier ein ärztliche Verordnung. Die Haltbarkeit wird mit 6 Monaten angegeben, was jedoch nicht bei allen Qualitäten im Handel der Fall ist. Eine gute Beratung beim Fachmann oder der Fachfrau ist notwendig, um sich über die einzelnen Hersteller einen Überblick zu verschaffen. Wünscht man etwas höherwertige Strümpfe, muss mit einem Qualitätszuschlag gerechnet werden.

Kompressionsklassen: Diese Strümpfe brauchen Sie

Es bestehen vier Druckklassen, die sich durch die Festigkeit des Materials unterscheiden.

Klasse 1: leichte oder beginnende Krampfaderbildung (vor allem bei Schwangeren), schwere und müde Beine

Klasse 2: ausgeprägte Krampfadern, Schwellungen, oberflächliche Venenentzündungen, nach Operation wie Verödungsbehandlungen

Klasse 3: nach Thrombose und Abheilen von Unterschenkelgeschwüren, bei chronischer Veneninsuffizienz und Hautveränderungen

Klasse 4: noch schwerere Krankheitsbilder als Klasse 3, Lymphödeme

Mehr nützliches Wissen über die Kompressionsklassen erhalten Sie hier.

Maßgefertigt: das Sanitätshaus hilft Ihnen

Die Strümpfe sollten unbedingt ausgemessen werden. Dafür nimmt die Fachkraft im Sanitätshaus die Umfänge der Beine an genau definierten Stellen. Nach den ermittelten Maßen wird dann entschieden, ob eine Maßanfertigung notwendig ist oder eine Serienversorgung ausreicht. Der beste Zeitpunkt zum Vermessen ist morgens, wenn sich noch kein Wasser (Ödem) eingelagert hat. Achten Sie darauf, dass beide Beine gemessen werden, da sie oft unterschiedlich sind.

Optik: Von knallig bunt bis klassisch für den Herrn

Keine Sorge, Kompressionsstrümpfe von heute muss man nicht verstecken. Es gibt sie in modischen, bunten Farben und sehr flach gestrickt, so dass sie von normalen Strumpfhosen kaum zu unterscheiden sind. Auch der Tragekomfort hat sich enorm verbessert. Für Männer findet sich ebenfalls ein breite Auswahl an Kompressionsstrümpfen in ansprechender Optik..

Reise: Mit Stützstrümpfen ins Flugzeug

Fliegen Sie demnächst in den Urlaub sollten Sie für den Flug unbedingt Ihre medizinischen Thrombosestrümpfe mitnehmen, um nicht der Gefahr einer Thrombose ausgesetzt zu sein. Sind Sie nicht im Besitz von Kompressionsstrümpfen, reichen auch Reise-Stützstrümpfe aus. Ausführliche Information dazu finden Sie in diesem Beitrag.

Service: Wir wissen alles über Kompressionsstrümpfe

Ihre Gesundheit ist Ihr höchstes Gut. Sparen Sie nicht am falschen Ende, wenn es um Hilfsmittel geht, die Ihrer Genesung dienen. Im Sanitätshaus erhalten Sie nicht nur die nötige Beratung zum Thema Kompressionsstrümpfe, sondern man offeriert Ihnen auch eine große Auswahl und ist zur Stelle, wenn es mal eine Frage dazu gibt, zum Beispiel: Können die Strümpfe eigentlich repariert werden? Oder welches Zubehör erhalte ich?

Vorbeugung: Thrombosen auf Reisen vermeiden

Obwohl Kompressionsstrümpfe bei Venenleiden ein unverzichtbares Mittel in der Therapie sind, steht auch einer Anwendung zur Vorbeugung nichts im Wege. Das kann zum Beispiel bei genetischer Vorbelastung so sein, wenn Sie zu verstärkter Blutgerinnung neigen oder eine Reisethrombose verhüten wollen.

Zweitpaar: Regelmäßig waschen und erneuern

Lassen Sie sich am besten zwei Paar Kompressionsstrümpfe vom Arzt verschreiben, um wechseln zu können. Schließlich ist auch mindestens alle zwei Tage eine Wäsche nötig. Und das nicht nur zur Reinigung der Beinbekleidung, sondern auch um die Fasern wieder zu festigen und dadurch den Druck zu optimieren. Denken Sie auch daran, dass Sie rechtzeitig beim Arzt für ein neues Rezept vorsprechen – alle sechs Monate sollte die Strümpfe ausgetauscht werden.

Fazit zu Kompressionsstrümpfen

Kompressionsstrümpfe sind ein medizinisches Hilfsmittel, das Ihnen bei Venenerkrankungen vom Arzt verordnet wird. Die Strümpfe unterstützen den besseren Blutfluss im Bein und helfen auch nach Thrombosen. Wichtigste Eigenschaft ist die exakte Passform, die durch Vermessen erreicht wird. Diesen Service bietet Ihnen Ihr Sanitätshaus Beuthel selbstverständlich an.

Tauschen Sie die Kompressionsstrümpfe halbjährlich aus, um immer den optimalen Druck auf Ihre Beine zu erreichen. Erhältlich sind sie in vier Kompressionsklassen, modischen Farben und auch als Strumpfhosen. Zu unterscheiden ist davon der einfache Stützstrumpf, der Menschen mit gesunden Venen prophylaktisch zu empfehlen ist sowie der Anti-Thrombosestrumpf im Krankenhaus.

Wie sehen Ihre Erfahrungen mit Kompressionsstrümpfen aus? Wünschen Sie weitere Beratung? Hinterlassen Sie einfach einen Kommentar!

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