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Gesundheitswissen kompakt

Blickpunkt Pflege –Tipps und Unterstützung für Sie

Geschrieben von Simone Kather am 18. Februar 2016

Physiotherapie in der Praxis und zu Hause – das sollten Sie wissen

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Physiotherapie ist längst viel mehr als Krankengymnastik – man muss nicht ernsthaft erkrankt sein, um die Anwendungen nutzen zu können. Ein umfassend ausgebildeter Physiotherapeut berät Sie auch, was Sie vorbeugend zur Gesunderhaltung Ihres Körpers tun können. In den allermeisten Fällen jedoch ist er im Einsatz für Menschen, die besonders in Sachen Beweglichkeit Unterstützung benötigen, auch wenn Sie Ihr Zuhause gerade nicht verlassen können.

Was leistet Physiotherapie?

Die Behandlung erfolgt äußerlich. Mit Hilfe von bestimmten Griffen und Übungen soll der Körper wieder funktionstüchtiger werden. Die Beweglichkeit steht dabei an erster Stelle. Diese gilt es zu verbessern, zu erhalten oder sogar wieder herzustellen. Dabei dienen die Heilmittelanwendungen der Linderung des Schmerzes und der Aktivierung des Blutkreislaufes sowie Stoffwechsels. Physiotherapie hilft bei Koordinationsproblemen und kann Kraft sowie Ausdauer des Körpers steigern.  

Physiotherapeuten arbeiten in eigener Praxis, in Reha-Zentren oder Krankenhäusern.

Wie erhalte ich die Therapie?

Grundlage ist immer die ärztliche Diagnose. Das bedeutet: Sie müssen erst zum Arzt, wenn Sie sich eine Behandlung Ihrer Beschwerden durch einen Physiotherapeuten wünschen. Es sei denn, Sie streben als Selbstzahler eine Therapie an, die nicht im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgeführt ist.

Der Mediziner erstellt anhand Ihrer Symptome eine Diagnose und gibt bereits Empfehlungen, die der Physiotherapeut anwenden sollte.

Was passiert in der Physio-Praxis?

In dieser Phase kommt es nicht selten zu doppelten Befunden. Denn Sie werden in der Praxis des Physiotherapeuten wohl nochmals Ihre Probleme schildern. Der Experte für die Beweglichkeit kann Ihnen vielleicht neue, wirksame Möglichkeiten der Therapie aufzeigen, die er durch stete Weiterbildung erfahren hat, die dem Arzt jedoch in diesem Umfang nicht bekannt sind. Der Therapeut wird mit Ihnen einen individuellen Behandlungsplan erstellen, der Nah- und Fernziele definiert, um Ihnen gezielt wieder zu mehr Lebensfreude durch Schmerzfreiheit helfen zu können..

Für Sie ist es substanziell zu wissen, dass ohne Mithilfe des Patienten alles Fachwissen nichts nützt. Denn es handelt sich bei der Physiotherapie um eine besondere Form der Behandlung, weil der Patient aktiv mitarbeiten muss.

Kommt der Physiotherapeut auch nach Hause?

Wenn Sie nicht in der Lage sind, aufgrund Ihres Gesundheitszustandes die Wohnung zu verlassen, weil Sie zum Beispiel kurz nach einer Operation noch liegen müssen, kommt der Therapeut auch zu Ihnen. Diese Hausbesuche sind aber nur möglich, wenn Arzt dies auf dem Rezept vermerkt.  

Ärzte sind nicht immer dazu bereit, das entsprechende Kästchen anzukreuzen, weil die  Kostenübernahme durch Krankenkasse oft unklar ist. Dann können Sie sich selbst mit Ihrer Kasse in Verbindung setzen, um die Übernahme zu besprechen. Die Krankenkasse hilft Ihnen auch weiter, wenn Sie wissen möchten, welche Physiotherapie in der Nähe diese Hausbesuche anbietet.

Welche Kosten entstehen dabei?

Der Wegfall der so genannten Praxisgebühr betrifft nicht die Physiotherapiepraxen. Allerdings werden die fälligen zehn Euro an die Krankenkassen weitergeleitet.

Der Patient zahlt immer zehn Prozent der Kosten für jede Behandlung plus zehn Euro pro Verordnung. Auf dem Rezept werden meist sechs Einheiten zur Therapie verschrieben. Besteht weiterer Bedarf, müssen Sie erneut einen Arzt konsultieren.

Was wird behandelt?

Die Physiotherapie setzt sich aus Prävention, Behandlung akuter Probleme und Rehabilitation zusammen. Fast alle medizinischen Fachrichtungen ergänzen ihre spezifischen Therapien mit Anwendungen aus dem Bereich Krankengymnastik und physikalische Therapie.

Die Orthopädie ist erwartungsgemäß am stärksten vertreten, doch auch neurologische Erkrankungen – nach Schlaganfall, bei Multipler Sklerose, Morbus Parkinson –, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder auch im Bereich der Atemwege werden therapiert; ebenso vielfältige Einsätze sind in der Kinderheilkunde möglich. Fragen Sie hier gezielt bei Ihrem Arzt nach Möglichkeiten für sich oder Ihre Angehörigen.     

Fazit zur Physiotherapie

Physiotherapie kann Sie wirksam unterstützen, wenn Sie Probleme haben, die volle Beweglichkeit Ihres Körpers auszunutzen. Die Ursachen dafür können ebenso vielfältig sein wie die Heilmittel, die der Physiotherapeut zur Linderung einsetzt. Voraussetzung ist ein aktives Mitwirken der Patienten.

Die Behandlung erfolgt meist in eigener Praxis, kann aber auch zu Hause durchgeführt werden, wenn die Krankasse einer Übernahme der Kosten zustimmt und der Arzt die Notwendigkeit dafür attestiert.

Physiotherapie wird nicht nur im Bereich Orthopädie eingesetzt, sondern hat sich als förderlich bei neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall oder in der Inneren Medizin erwiesen. Deshalb lohnt es sich immer, Ihren behandelnden Arzt detailliert darauf anzusprechen.

Welche Maßnahmen der Physiotherapie helfen Ihnen bei welchen Beschwerden? Haben Sie Tipps für andere Betroffene?

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