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Gesundheitswissen kompakt

Blickpunkt Pflege –Tipps und Unterstützung für Sie

Geschrieben von Patrick Berkel am 29. Juni 2017

Kann ich die Sprunggelenksarthrose mit Einlagen bekämpfen?

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Wer unter Arthrose im Fuß leidet, kennt es zu gut: Die Schmerzen werden immer stärker und auch das betroffene Gelenk ist zunehmend in seiner Funktion beeinträchtigt. Noch dazu ist Arthrose eine chronische Krankheit, bei der keine Aussicht besteht, dass sie wieder vollständig ausheilt. Können Einlagen da wirklich helfen?

Definitiv. Als Betroffener kann man nämlich Einiges tun, um die Schmerzen im Sprunggelenk zumindest zu lindern und die Krankheit in ihrem Fortschreiten zu behindern. Eines dieser Hilfsmittel sind entsprechende Einlagen, die in Ihrem Sanitätshaus speziell für Sie angepasst werden.

Was ist eine Arthrose überhaupt?

Eine Arthrose ist eine Gelenkerkrankung, bei der sich der Knorpel im Gelenk immer mehr abnutzt und verschleißt. Dadurch reiben die Knochen leichter aufeinander und Stöße werden nicht mehr so gut abgefangen. Deshalb sind gerade sehr intensiv belastete Gelenke wie zum Beispiel das Kniegelenk besonders häufig davon betroffen. Arthrose kann nicht nur im Alter auftreten, sondern genauso gut auch bei jungen Menschen. Die Sprunggelenksarthrose ist solch eine Erkrankung.

Als Ursachen für eine Arthrose kommen neben der Abnutzung durch übermäßige Belastung auch eine falsche Körperhaltung, bestimmte Stoffwechselerkrankungen und Verletzungen der Bänder im Gelenk in Frage. Auch Risikofaktoren wie Übergewicht und wenig Bewegung spielen bei der Entstehung einer Arthrose eine Rolle. Welche Hilfsmittel Ihnen Linderung bei Schmerzen durch Arthrose verschaffen, haben wir in diesem Beitrag beschrieben.

Einlagen helfen bei Sprunggelenksarthrose

Eine Arthrose im Fuß bzw. im Sprunggelenk kann mit Hilfe von Einlagen gebessert werden. Das Fußgelenk ist für die richtige Bewegung und die Stabilität des Körpers zuständig und damit auch ständiger Belastung ausgesetzt. Die Arthrose im Sprunggelenk (Talocrurealarthrose) entsteht in den meisten Fällen nicht durch altersbedingten Verschleiß, sondern durch eine Verletzung oder einen Unfall. Solch ein Trauma begünstigt die Abnutzung, die sich allerdings erst Jahre später bemerkbar macht.

Wenn dieses Gelenk unter zunehmender Arthrose leidet, stellen sich Knöchelschmerzen ein, vor allem morgens. Man hat das Gefühl, man müsse sich erst einmal warm laufen, um Blockaden zu lösen. Das führt dazu, dass die Betroffenen den Fuß schonen und sich seltener bewegen. Doch wer rastet, der rostet. Und Bewegungsmangel kann die Arthrose eher verschlimmern als sie zu verbessern!

Neben Einlagen, die Sie in die Sohlen Ihrer Schuhe legen, um den Fuß zu entlasten und bei seiner täglichen Arbeit zu unterstützen, können hier auch Orthesen sinnvoll sein. Diese speziell angefertigten Schienen und Bandagen verhindern ein Umknicken beim Gehen und sorgen dafür, dass das Fußgelenk mehr Stabilität hat.

Bei Kniegelenksarthrose Belastung reduzieren   

Bei einer Kniegelenksarthrose, die auch Gonarthrose genannt wird, ist der Knorpel an einem oder beiden Kniegelenken stark abgenutzt. Durch den Verschleiß geht die natürliche Federung verloren und es treten Knieschmerzen beim Laufen auf. Häufig führt das dazu, dass der Betroffene automatisch eine Schonhaltung einnimmt, welche aber das Fortschreiten des Krankheitsbildes durch falsche Belastung eher noch verschlimmert.

Genau diese Fehlhaltung kann man durch die richtigen Einlagen in den Schuhen verhindern. Wichtig: Mit Fußbettungen “von der Stange” richten Sie wenig aus. Eine Gonarthrose ist eine Erkrankung, die einer Therapie bedarf und deshalb sollte auch das Hilfsmittel den Bedürfnissen des Körpers angepasst sein. Lassen Sie sich unbedingt von einem Experten beraten, um nicht den falschen Effekt mit einer Schuheinlage zu erzielen.

Speziell auf das geschädigte Gelenk und die entsprechende Belastung adaptierte Einlagen helfen dabei, die Federung im Knie wieder zu erhöhen, die Gesamtbelastung des Gelenks zu vermindern und damit einer Schonhaltung vorzubeugen. In Folge werden auch die Schmerzen im Gelenk gemindert.

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Worauf kann ich selbst achten? Ernährung und Bewegung bei Arthrose  

Als Patient können Sie einiges tun, um das Voranschreiten der Arthrose im Sprunggelenk zu verlangsamen und ein schmerzfreieres Leben zu führen. Dazu zählen vor allem eine ausgewogene Ernährung, ausreichende Bewegung und der Einsatz von speziellen Hilfsmitteln aus dem Sanitätshaus, die Ihre Gelenke entlasten und in ihrer Funktion unterstützen.

Durch eine ausgewogene Ernährung kann eventuelles Übergewicht und damit eine vermehrte Belastung der Gelenke vermindert werden. Außerdem gibt es bestimmte Lebensmittel wie Obst und Gemüse (Lauch, Zwiebeln), die den Abbau des Knorpels verlangsamen können und somit den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen. Auch ausreichend Vitamine (C,D und E) und Mineralstoffe helfen dabei, die Knorpelschicht in den Gelenken stabil und gesund zu erhalten. Und Fleisch und Eier bitte nur in Maßen!

Mit Hilfe der richtigen, sanften, aber gleichmäßigen Bewegung kann der Knorpel im betroffenen Gelenk besser durchblutet und so hinlänglich mit Nährstoffen versorgt werden, was einem weiteren Abbau entgegenwirkt. Ein weiterer Vorteil ist, dass dadurch die Beweglichkeit des Sprunggelenks erhalten – und somit der möglichen Versteifung des Gelenks vorgebeugt wird. Dies ist nämlich oft eine Folge, wenn sich die Arthrose verschlimmert.

Schonende Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Schwimmen oder Fahrradfahren eignen sich für Arthrosepatienten besonders gut. Vermeiden Sie starke Erschütterungen beispielsweise beim Joggen oder Springen. Übungen, die Sie auch einfach zu Hause durchführen können, finden Sie hier. Auch eine gezielte Physiotherapie kann sinnvoll sein.

Was unterstützt bei Schmerzen durch Sprunggelenksarthrose?

Je nach Grad der Schmerzen in Knöchel und Füßen empfiehlt Ihnen der Orthopädietechniker spezielle, unterstützende Einlagen, die dabei helfen, bestimmte Fehlhaltungen auszugleichen und die Belastung zu verringern. So verhindern Sie Schonhaltungen – die weitere Schmerzen nach sich ziehen können – und sorgen dafür, dass die betroffenen Gelenke trotz Arthrose ausreichend bewegt werden.

CTA Einlagen

Neben den individuell angepassten Einlagen gibt es auch die Möglichkeit, sich orthopädische Maßschuhe anfertigen zu lassen. Diese sehen aus wie normale Schuhe, haben aber die entsprechenden Unterstützungen zur notwendigen Erhöhung oder Abfederung des Gelenks bereits eingebaut.

Etwaige Anpassungen sind zum Beispiel bestimmte Schiefstellungen der Sohle, die die Knie entlasten sollen oder auch Sohlenrollen, die das Fußgelenk beim Abrollen des Fußes unterstützen. Sinnvoll bei Arthrose sind zudem auch Pufferabsätze, die die Bewegung dämpfen und dadurch das Gelenk schonen.

Die oben genannten Orthesen für Sprunggelenk oder Knie werden ebenfalls im Sanitätshaus gezielt auf Ihre Bedürfnisse angepasst und nach den Vorgaben Ihres Arztes angefertigt. Unser fachlich geschultes Personal berät Sie dazu gern.

Wie beeinflusst eine Arthrose das Gehen?

Auch schmerzvolle Arthrosen in anderen Gelenken wie zum Beispiel in der Hüfte (Coxarthrose) oder der Wirbelsäule (Spondylarthrose) beeinflussen oft das Gehen. Denn durch die bei der Bewegung auftretenden Schmerzen nehmen die Patienten ganz automatisch eine Schonhaltung ein, die wiederum das Abrollen des Fußes und die Benutzung der anderen Gelenke beeinflusst.

Auch hier helfen ausgleichende Schuheinlagen oder spezielle Schuhzurichtungen, die den Schmerz im betroffenen Gelenk abmildern und den Körper in seiner richtigen Position halten.

Fazit zur Sprunggelenksarthrose

Wenn Sie an einer Sprunggelenksarthrose leiden, gibt es einige hilfreiche Möglichkeiten wie Sie den Verlauf der Erkrankung beeinflussen und Ihre Schmerzen im Fuß mindern können. Neben Ernährung und Bewegung lohnt es sich, Einlagen für die Schuhe auszuprobieren. Denn Einlagen sind eines der wirkungsvollsten Mittel, um einer Schonhaltung vorzubeugen und das Gelenk zu entlasten. Damit ist es möglich, den Verlauf der Arthrose im Sprunggelenk zu verlangsamen. Im Sanitätshaus Beuthel werden Sie nicht nur zu den für Sie richtigen Einlagen beraten, sondern bekommen sie auch direkt von unserem geschulten Team angepasst.

Wünschen Sie Beratung zu Einlagen oder Orthesen? Wir kümmern uns darum!

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