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Gesundheitswissen kompakt

Blickpunkt Pflege –Tipps und Unterstützung für Sie

Geschrieben von Patrick Berkel am 9. Juni 2017

Fußverletzung: Wann sind Einlagen besser, wann Orthesen?

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Wenn Sie sich eine Fußverletzung zuziehen, ist das immer unangenehm. Abgesehen von der eingeschränkten Beweglichkeit der Beine kommt auch noch eine Instabilität des Körpers hinzu, die Sie manchmal zwingt, sich an Gehhilfen zu bewegen oder eine Schonhaltung beim Laufen einzunehmen. Mit Hilfe der richtigen Einlage für die Schuhe oder einer Fußorthese können diese unangenehmen Nebenerscheinungen gemildert werden.

Welche Schuheinlage ist bei welcher Fußverletzung die Richtige?

Welche Einlage sinnvoll und nötig ist, richtet sich nach Fußverletzung. So kommen bei einem Bänderriss andere orthopädische Einlagen zum Einsatz als zum Beispiel bei einer Verletzung des Sprunggelenks. Auch bei einem Syndesmoseriss und einer Verletzung der Fußwurzel werden jeweils verschiedene Arten von Einlagen verwendet.
Außerdem spielt es natürlich eine Rolle, ob die Verletzung akut (frisch) aufgetreten ist oder ob mit Hilfe einer Einlage nach der ersten Therapie die komplette Heilung des Fußes sichergestellt werden soll. Welche Einlage Sie bei Ihrer Verletzung brauchen, erfahren Sie bei einem Beratungsgespräch mit unserem fachlich geschulten Team.

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Einlagen bei Bänderriss am Knie und Sprunggelenk

Bänderrisse treten typischerweise am Knie und am Sprunggelenk auf. Besonders oft kommt es zu einem Kreuzbandriss, wenn das Knie verdreht wird, während der Unterschenkel stabil stehen bleibt. Dadurch werden die Bänder am Knie überdehnt und können im schlimmsten Fall sogar reißen. Die Folgen sind nicht nur ein gut sichtbarer Bluterguss, sondern auch starke Schmerzen. In den meisten Fällen kann das Bein bzw. das Knie nicht mehr belastet werden, wodurch eine Bewegung des betroffenen Beins zunächst unmöglich wird.

Ist die Verletzung frisch, wird das Knie operiert und danach für mindestens 6 Wochen ruhig gestellt. Doch nicht immer ist das OP-Ergebnis zufriedenstellend oder die Verletzung heilt nicht komplett aus. Dann kann eine Unsicherheit beim Laufen zurückbleiben und der Betroffene fühlt sich, als würde er auf einem unebenen Untergrund laufen. In diesem Fall helfen Einlagen in den Schuhen, um die instabilen Bänder zu stützen und die Sicherheit beim Laufen wieder herzustellen. 

Bei einem Bänderriss am Sprunggelenk ist oft eine Operation unnötig, da hier die Bandagierung und Hochlagerung des Beins einen schnelleren und besseren Erfolg verspricht. Dafür gibt es eine spezielle Orthese, die für eine Entlastung und Stabilisierung des Sprunggelenks sorgt.

Bei Brüchen: Orthesen statt Einlagen

Durch falsche Bewegung oder eine plötzlich auftretende Ursache von außen (beispielsweise einer Sportverletzung), kann es zu Brüchen, sogenannten Frakturen, im Bereich des Fußes kommen. Je nach Ursache gibt es auch hier verschiedene orthopädische Hilfsmittel, die Ihnen Erleichterung und Entlastung verschaffen.

Was hilft bei Mittelfußbruch?

Ursache einer Fraktur ist häufig eine Überlastung durch ungewohnte Bewegung oder auch eine Fehlhaltung des Körpers. Dadurch werden die Knochen so umgebaut, dass sie sich der Bewegung bzw. Fehlhaltung anpassen. Dabei kommt es in der Folge zu Knochenabbau, der dann zu einem Bruch des Knochens führen kann.

Brüche im Mittelfuß treten häufig bei Joggern und Hochleistungssportlern auf, können aber auch beim Wandern oder Marschieren hervorgerufen werden. Zu erkennen ist eine Fraktur an einer Schwellung im Bereich des Mittelfußes, die von Schmerzen begleitet wird. Häufig findet sich auch eine verminderte oder sogar unmögliche Belastungsfähigkeit des Fußes. Die wichtigste Maßnahme bei einer Ermüdungsfraktur ist die Entlastung des Fußes in einem Mittelfußentlastungsschuh oder die Ruhigstellung des betroffenen Gelenkes durch eine Schiene, also eine speziellen Fußorthese.

Sprunggelenk gebrochen? Schiene gibt Sicherheit

Wenn das Sprunggelenk zu stark belastet wird, kann es neben dem oben genannten Bänderriss schnell zu einem Bruch der Knochen kommen. Die Ursachen dafür sind unterschiedlich: Äußerlich kommen zum Beispiel versehentliches Umknicken bzw. einen Unfall in Frage. Oder der Bruch hat seinen Grund im Inneren des Körpers, beispielsweise durch chronische Krankheiten wie Osteoporose.

Der Bruch des Sprunggelenks ist eine der am häufigsten auftretenden Frakturen überhaupt. Dabei sind zudem oft die Bänder mitbetroffen. Der Bruch ist von außen häufig nur durch eine Schwellung zu erkennen, verursacht aber starke Schmerzen, vor allem während der Bewegung des Fußes.

Auch hier ist die beste Maßnahme die Ruhigstellung in einer Orthese für den Fuß, die das weitere Knicken verhindert und dem Fuß wieder Stabilität gibt.

Fraktur der Fußwurzel mit Orthese stützen

Die Fußwurzel sorgt für den aufrechten Stand und die Stabilität des Körpers. Sie besteht aus sieben Knochen: Sprungbein, Fersenbein, Kahnbein, drei Keilbeinen und Würfelbein, die über Bänder und Gelenke miteinander verbunden sind. Bei einer Fraktur im Bereich der Fußwurzel kommt es zu Schwellungen, Blutergüssen und Schmerzen. Dagegen helfen Kühlung und Ruhigstellung in einer entsprechend angefertigten Orthese vom Sanitätshaus.

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Verletzung des Lis-Franc-Gelenks

Durch Einwirkung einer plötzlichen heftigen Energie von außen, wie sie zum Beispiel beim Fußball oder auch einem Verkehrsunfall auftritt, kann es zu einem Bruch im Gelenk zwischen zweitem Mittelfußknochen und Fußwurzel kommen, dem sogenannten Lis-Franc-Gelenk. Als häufigstes Symptom sind Schmerzen im Fuß zu beobachten, deren Ursprung nicht einwandfrei bestimmt werden kann. Auch eine Schwellung tritt nicht zwangsläufig auf. Maßnahmen, die Linderung verschaffen, sind auch hier das Kühlen mit Eispacks und spezielle Kunststoff-Stützen beim Gehen sowie Tapeverbände.

Unterstützung bei Achillessehnenentzündung mit Orthese

Wer viel läuft, kann sich rasch eine Reizung der Achillessehne zuziehen. Diese Sehne verläuft an der Außenseite der Wade Richtung Knie und ist die längste im menschlichen Körper. Sie ist dafür verantwortlich, dass der Fuß beim Gehen ausreichend gestreckt wird. Wenn die Sehne entzündet oder gereizt ist, fällt dies vor allem durch stechende Schmerzen und eine Versteifung der Wade auf.

Ursache ist in den meisten Fällen eine Überlastung, aber auch unflexible oder unbequeme Schuhe spielen bei der Entstehung einer Achillessehnenreizung eine Rolle. Als Erstmaßnahmen sind Kühlung und Pausieren der Bewegung das Mittel der Wahl. Auch eine Dehnung der Achillessehne hilft oft dabei, die Symptome zu lindern. Dabei kann eine spezielle Orthese oder Bandagen nützlich sein, die die Sehne bei Bewegung automatisch dehnt oder massiert.

Bei Fersensporn helfen Einlagen

Das häufigste Fußleiden ist mit Abstand der Fersensporn. Hierbei handelt es sich um eine Entzündung der Sehne an der Fußsohle, die durch messerstichartige Schmerzen auffällt. Dadurch nehmen die Betroffenen automatisch eine Schonhaltung ein und beginnen zu humpeln. Ursache eines Fersensporns ist häufig übermäßiges Laufen, es kann jedoch auch eine schwache Fußmuskulatur zu Grunde liegen.

Als erste Therapiemaßnahme bei einem Fersensporn wird das Ausruhen und Entlasten der Fußsohle empfohlen. Dabei kann eine Einlage mit Fersenkissen bzw. besonderer Mulde an der Ferse eine große Hilfe sein. Auch Kühlung und Eisbandagen lindern die Schmerzen ein wenig und sorgen dafür, dass die Schwellung zurückgeht. In schweren Fällen sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden, der Ihnen orthopädische Maßschuhe verordnen kann.

Einlage bei entzündetem Fußballen

Der Fersensporn löst Schmerzen im hinteren Bereich des Fußes aus – tut es im Vorfuß, also unter dem Zehenballen weh, verbirgt sich auch dort oftmals eine Entzündung. Hier findet sich die Schwellung typischerweise im Bereich des großen Zehs am Gewebe rund um den Knochen, was zu einem Hallux valgus führen kann. Das Auftreten verursacht daher vor allem beim Abrollen des Fußes Schmerzen. Meist entsteht die Entzündung durch zu viel Druck oder zu viel Gewicht, welches auf dem Fußballen lastet. Die Ursache dafür sind oft schlecht sitzende oder zu hohe Schuhe, in manchen Fällen kann auch eine Schiefstellung der Zehen zu Grunde liegen.

Wichtigste Therapie bei einer Entzündung des Fußballens ist daher auch eine Entlastung durch bequeme Schuhe. Auch eine dynamische Schuheinlage und ein Fußballenpolster können hier schnell Linderung verschaffen.

Fazit zu den Fußverletzungen

Ob Sie im Rahmen der Behandlung eher zu einer Einlage oder Orthese greifen, richtet sich nach der Art der Fußverletzung. Beide Hilfsmittel sorgen dafür, dass die Schmerzen im Fuß gelindert werden und man wieder mobiler ist. Lassen Sie sich zuvor im Sanitätshaus ausführlich beraten, um herauszufinden, was Ihnen hilft, ganz schnell wieder auf die Beine zu kommen. Mit unserer kostenlosen Checkliste können Sie selbst den ersten Schritt dazu machen.

Einlagen Checkliste

Haben Sie Fragen zu Einlagen oder Fußorthesen? Kontaktieren Sie einfach unsere Experten!

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